Svenja Strohmeier – Unser kleines Dorf

teamglobo.net-160514-Svenja-StrohmeierE-Book: Globalgeschichte im 21. Jahrhundert. Eine Auseinandersetzung mit dem Buch “Unser kleines Dorf”
von Svenja Strohmeier

„In der Tat braucht man heute eine Karte nicht von Territorien, sondern von Transaktionen, um die globale Welt zu begreifen.“ Charles Bright und Michael Geyer haben richtig erkannt, dass es, will man die Welt als globales Dorf betrachten und verstehen, so erscheinen ökonomische und ökologische Vorgänge gewichtiger als die pure Landmasse. Die Problematik einer Globalgeschichte im zwanzigsten Jahrhundert besteht darin, die Anstrengung zu verstehen, welche aus den Versuchen entsteht, Ordnungsmuster für unsere Welt zu etablieren, die zwar eines geworden ist, aber ein widersprüchliches Ganzes bleibt – technisch und materiell integriert, sozial und kulturell jedoch tief gespalten. Svenja Strohmeier – Unser kleines Dorf weiterlesen

Das Gespräch – Bewahrung der Schöpfung

teamglobo.net-160514-Das-GespraechEmpfehlung: Bewahrung der Schöpfung
Die Umwelt Beratung
Pfarre Hausmannstätten – Das Gespräch

Wer sich für den Zustand unseres Planeten interessiert und verantwortlich handeln möchte, sollte über die verschiedenen Aspekte der Weltwirtschaft und ihren Folgen gut informiert sein. Seriöse und umfassende Informationen bietet das Buch „Leidenswege der Ökonomie“ von Nussbaumer, Exenberger, Neuner, Studia Universitätsverlag, Innsbruck 2015. Global betrachtet müssen viele Millionen Menschen tagtäglich einen oder mehrere Leidenswege durchwandern, weil unsere Ökonomie oft kaum andere Wege bereithält. Das Buch „Leidenswege der Ökonomie„ macht anhand von 14 Stationen auf diese Leiden aufmerksam. Jede Station beginnt mit einem Kreuzwegbild, setzt sich mit einem kurzen zusammenfassenden Text fort, geht dann in eine Sammlung von „Kurzmeldungen“ über und wird schließlich durch anschauliche Grafiken abgerundet. Doch es gibt auch immer wieder Abzweigungen von den Leidenswegen, die in eine andere Zukunft weisen. Diesen „Hoffnungsschimmern“ ist das letzte Kapitel gewidmet. Das sind die einzelnen Kapitel: Hunger, Konsum, Mobilität, Wald, Wasser, Arbeit, Müll, Produktion, Ressourcen, Boden, Meer, Arten, Verteilung, Klima, Hoffnung.

GPA Bildung – Leidenswege der Ökonomie

teamglobo.net-160508-GPABuch der Woche: Leidenswege der Ökonomie
Gertraud Wiesinger
GPA djp Bildungsabteilung

Weltweit müssen unzählige Menschen, die nicht so viel Glück mit ihrer Ausgangsposition hatten, Leidenswege für den Wohlstand anderer begehen.

Anhand der Metapher der Kreuzwegstationen machen die Innsbrucker Wirtschaftswissenschaftler Josef Nussbaumer und Andreas Exenberger sowie der selbstständige Ökonom Stefan Neuner auf die negativen Folgen des derzeit vorherrschenden Wirtschaftssystems aufmerksam. In 14 Stationen werden globale Probleme im Zusammenhang mit Arbeit, Produktion, Konsum, Ressourcen, Mobilität, Boden, Wald, Meer, Wasser, Arten, Hunger, Verteilung, Müll und Klima mithilfe zusammenfassender Texte, Sammlungen von „Kurzmeldungen“ im SMS-Stil und illustrativer Grafiken näher beleuchtet. Schließlich werden mit der 15. Station auch vorhandene Hoffnungsschimmer angesprochen.

Ö1 Radiokolleg – Leben auf fremde Kosten

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Radiokolleg:
 Andreas Exenberger
Wann:  14. April 2016, ab 09:05 Uhr

Eine Veranstaltung von:
Ö1 – Radio Kolleg, Marlene Novotny

15 Euro für ein T-Shirt – mehr ist so ein Kleidungsstück auch nicht wert. Oder? Immerhin hat das gefärbte und vernähte Stück Baumwollstoff beinahe alle Erdteile bereist, bevor es bei uns in den Geschäften landet. Das Design stammt aus Europa. Die Baumwolle kommt vermutlich aus den USA oder Tansania. Sie wird nach der Ernte nach Indonesien geliefert. Dort wird die Faser gekämmt und gesponnen. Dann kommt der Faden nach Bangladesch, um den Stoff zu weben. Dann weiter nach China zum Färben oder Bleichen. Zurück nach Bangladesch – hier wird das T-Shirt zugeschnitten und zusammengenäht. Am Ende seiner Reise gelangt es nach Europa, wo es fein säuberlich zusammengelegt in den Regalen einer Modekette landet.  Ö1 Radiokolleg – Leben auf fremde Kosten weiterlesen

PetrA – Leidenswege der Ökonomie

teamglobo.net-160423-Petra-Nr66Beitrag: Leidenswege der Ökonomie
Walter Schmuckermair, MJ 1970
PetrA, Nr. 66, Seite 5

In Zusammenarbeit mit Schule und Elternverein fand am Donnerstag, 3. März der Vortrag von Josef Nussbaumer im Festsaal der Schule statt. 50 Personen folgten den Ausführungen des Referenten.

Der Absolvent des Bischöflichen Gymnasiums am Kollegium Petrinum (MJ 1970) lehr als Professor für Wirtschafte- und Sozialgeschichte am Institut für Wirtschaftstheorie-, Politik und Geschichte der Universität Innsbruck. Grundlage des Vortrags war sein Buch “Leidenswege der Ökonomie”, in dem er zusammen mit Andreas Exenberger und Stefan Neuner wichtige Problemfelder der Gegenwart und der Zukunft bearbeitete.

Im Vortrag behandelte der Referent folgende Themen: Hunger und Ernährung, Bevölkerungsproblematik, Ausbeutung von Boden, Wald und Meer, Ausbeutung von Menschen, Wasserproblem, Klimaproblem, Ressourcen und Verteilungsproblem, Hoffnungsskizzen.

Der Referent stellt den gesamten Erlös aus dem anschließenden Bücherverkauf – in Summe 500 Euro – dem Verein Petra zur Unterstützung von Notleidenden Menschen zur Verfügung. Der Vorstand von Petra wird in der nächsten Sitzung über die zweckentsprechende Verwendung der Spende beraten.

Anschließend an den Vortrag wurde im Speisesaal noch bei Getränken und einem kleinen Imbiss über das Gehörte diskutiert. Alles in allem war es ein gelungener und zum Nachdenken anregender Abend.

Zeit für Wissenschaft – teamGlobo

teamglobo.net-160327-Uni-Podcast
Podcast:
 Josef Nussbaumer, Andreas Exenberger
Gespräch mit: Melanie Bartos

Eine Veranstaltung von:
Universität Innsbruck

Quelle:
Nussbaumer, Josef; Exenberger, Andreas: “Globo”.
Gespräch mit Melanie Bartos im Podcast “Zeit für Wissenschaft”,
Universität Innsbruck, 2016.
https://www.uibk.ac.at/newsroom/zeit-fuer-wissenschaft-globo.html.de

Tips – Ökonom sucht Auswege

teamglobo.net-160327-TipsÖkonom sucht Auswege
Hans Promberger
Tips vom 22.03.2016

ALTMÜNSTER. Der aus Neukirchen/Altmünster stammende Wirtschaftshistoriker Josef Nussbaumer referierte in seiner Heimatgemeinde über den globalen Ist-Zustand und stellte sein Buch zu diesem Thema vor. Seine Analyse schwankt zwischen Apokalypse und Hoffnung.

Im Stile der aus dem Fernsehen bekannten Sendung „Scíence Busters”, in der Physiker komplizierte und skurrile Phänomene auf unterhaltsame Weise erklären, begeisterte Nussbaumer das Publikum mit Fakten, Zahlen und Erklärungen. In seinem Buch „Leidenswege der Ökonomie” macht er auf die negativen Folgen des derzeit vorherrschenden Wirtschaftssystems aufmerksam. Anhand der Metapher der Kreuzwegstationen werden darin in 14 Stationen globale Probleme im Zusammenhang mit Arbeit, Produktion, Konsum, Ressourcen, Mobilität, Boden, Wald, Meer, Wasser, Arten, Hunger, Verteilung, Müll und Klima näher beleuchtet, aber auch vorhandene Hoffnungsschimmer. „Die Probleme der Menschheit sind lösbar”, diagnostiziert er, „allerdings nur wenn wir unsere Lebensgewohnheiten zum Teil deutlich ändern.” Tips nutzte die Gelegenheit zum „Gespräch” mit dem Dozenten an der Uni Innsbruck. Tips – Ökonom sucht Auswege weiterlesen

Welt Sichten: Wirtschaftskritik

teamglobo.net-160321-weltsichtenRezension: Wirtschaftskritik als Passionsgeschichte
Ralf Leonhard
Welt Sichten – Magazin für Globale Entwicklung
Printausgabe: 03/2016, Seite 60

Mit Hilfe der Kreuzwegmetapher schildern die Autoren, wie eine auf Wachstum und Konsum ausgerichtete Wirtschaft Not und Hunger verursacht. Und setzen ihre Hoffnungen auf den nachhaltigen Konsum.

Das Buch bedient sich der Leidens- und Kreuzwegmetapher, um die wirtschaftliche Ungerechtigkeit der Welt aufzuzeigen. „Viele der Betroffenen sind von Geburt an zum Hunger verurteilt, ihr Leben lang beschreiten sie die vielen Stationen eines täglichen Leidensweges und jeden Tag verhungern sie ein Stückchen, um schließlich einen vorzeitigen Tod zu sterben“. So beginnt das erste Kapitel des Buches oder, wie es heißt, die Erste Station auf dem Leidensweg. Welt Sichten: Wirtschaftskritik weiterlesen

salzi.at – Leidenswege der Ökonomie

teamglobo.net-160423-salzi.atBeitrag: Leidenswege der Ökonomie
Altmünster, Gmunden, Nachrichten
Salzi.at

Am Mittwoch, den 16. März 2016 um 19:00 Uhr referiert Univ.-Prof. Dr. Josef Nussbaumer in der neuen Mittelschule Altmünster. Das Wohlstands- gefüge der letzten 50 Jahre sei für viele selbstverständlich geworden. Josef Nussbaumer sieht darin eine große Gefahr.

Wer gibt schon gerne auf, was er oder sie liebgewonnen hat, z.B. den Komfort des Wohlstandes, der Mobilität? Und wer würde auf etwas verzichten, das ihm finanziellen Vorteil verschafft, z.B. die Förderung von Erdöl und Erdgas? Niemand – zumindest nicht freiwillig. Was aber, wenn sich die Frage der Freiwilligkeit gar nicht mehr stellt, weil das Verhalten, das ich gerade skizziert habe, zum sicheren Untergang führt?

Die Menschheit steht vor gewaltigen Herausforderungen: Artensterben, Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Welternährung und das unausweichliche Ende des fossilen Zeitalters – all das wird uns im 21. Jahrhundert noch vor enorme Probleme stellen.

Der Innsbrucker Wirtschaftshistoriker Josef Nussbaumer, gebürtiger Neukirchner, sieht allerdings keineswegs schwarz für die Zukunft: “Die Probleme der Menschheit sind lösbar”, diagnostiziert er, “allerdings werden wir unsere Lebensgewohnheiten zum Teil deutlich ändern müssen.” salzi.at – Leidenswege der Ökonomie weiterlesen

TT – Aufholjagd mit Fleiß und Glück

logo-TTAufholjagd mit Fleiß und Glück
Stefan Bradl
Tiroler Tageszeitung, 27. Februar 2016

Aus der Perspektive des Wirtschafts- und Sozialhistorikers: Wie würden Sie die letzten 60 Jahre Tirol beschreiben?

Josef Nussbaumer: Als völlig unerwarteten Aufstieg auf ein Wohlstandsniveau, das sich 1950 niemand vorstellen konnte. Stimmen aus dieser Zeit waren davon überzeugt, dass Tirol noch auf Jahrzehnte ein Agrarland bleiben wird. Ein Zeitzeuge schwärmte von den „Ti-Wis (sic!) in Londons Geschäften, die sich daheim leider noch lange niemand leisten können würde“. Betrachten wir die Entwicklung in den Jahrhunderten davor, dann passierte in Westeuropa allgemein und ganz besonders in Tirol in den 1950ern und 1960ern tatsächlich ein Wirtschaftswunder!  TT – Aufholjagd mit Fleiß und Glück weiterlesen

Das Trinkwasser wird knapp

teamglobo.net-160206-DiePresseZeichen mehren sich, dass Trinkwasser knapp wird
Martin Kugler
Die Presse, 31. Jänner 2016

Ein internationales Konsortium unter österreichischer Leitung will nun erstmals genaue Daten auf den Tisch legen.

Österreich ist mit Wasser gesegnet: Selbst im Rekordsommer 2015 reichten Grund- und Quellwasser locker aus, um den immensen Bedarf zu decken; dass auch die Verteilung geklappt hat, ist den Milliardeninvestitionen der rund 5500 heimischen Wasserversorger seit dem Dürrejahr 2003 zu verdanken. Das Trinkwasser wird knapp weiterlesen

TT – Entwicklungshilfe zur Selbsthilfe

logo-TTKommentar: Mehr Entwicklungshilfe zur Selbsthilfe
von Josef Nussbaumer, Andreas Exenberger
Tiroler Tageszeitung, 16.10.2015, S. 14

Innsbruck – Es passiert nicht oft, dass die Vergabe des Wirtschaftsnobelpreises mit den Aktionstagen für Armut und für Welternährung zusammenfällt. Diesmal schon. Mit dem gebürtigen Schotten Angus Deaton hat ein Ökonom den Preis erhalten, der sich seit Langem auch mit solchen Problemen beschäftigt. Er ist sogar der Erste, bei dem die Vergabe mit seinen Verdiensten um die Armutsforschung begründet wird.

Wie die meisten Preisträger arbeitet auch Deaton in den USA, an der renommierten Universität Princeton. Er ist dabei in den letzten zehn Jahren schon der fünfte Preisträger aus dieser neuen Hochburg der Wirtschaftswissenschaften. Deaton ist trotzdem etwas eigen. Der bekennende Fliegenträger schreibt etwa halbjährlich „Briefe aus Amerika“, in denen er mit britischem Sarkasmus die Entwicklungen in seiner Wahlheimat kritisch kommentiert. Er hat auch keine Scheu, sich mit Politikern oder Fachkollegen anzulegen. TT – Entwicklungshilfe zur Selbsthilfe weiterlesen

Initiative Wachstum & Wandel – Leidenswege

teamglobo.net-150620-Wachstum-und-WandelBuchtipp: Leidenswege der Ökonomie
Initiative Wachstum & Wandel

Weltweit müssen unzählige Menschen, die nicht so viel Glück mit ihrer Ausgangsposition hatten, Leidenswege für den Wohlstand anderer begehen. Anhand der Metapher der Kreuzwegstationen machen die Innsbrucker Wirtschaftswissenschaftler Josef Nussbaumer und Andreas Exenberger sowie der selbstständige Ökonom Stefan Neuner auf die negativen Folgen des derzeit vorherrschenden Wirtschaftssystems aufmerksam. In 14 Stationen werden globale Probleme im Zusammenhang mit Arbeit, Produktion, Konsum, Ressourcen, Mobilität, Boden, Wald, Meer, Wasser, Arten, Hunger, Verteilung, Müll und Klima mithilfe zusammenfassender Texte, Sammlungen von „Kurzmeldungen“ im SMS-Stil und illustrativer Grafiken näher beleuchtet. Schließlich werden mit der 15. Station auch vorhandene Hoffnungsschimmer angesprochen.

pax christi – Leidenswege der Ökonomie

teamglobo.net-150620-pax-ChristiBuchtipp: Leidenswege der Ökonomie
Pax Christi Paderborn

Global betrachtet müssen viele Millionen Menschen tagtäglich einen oder mehrere Leidenswege durchwandern, weil unsere Ökonomie oft kaum andere Wege bereithält. Das Buch Leidenswege der Ökonomie macht anhand von 14 Stationen auf diese Leiden aufmerksam. Jede Station beginnt mit einem Kreuzwegbild, setzt sich mit einem kurzen zusammenfassenden Text fort, geht dann in eine Sammlung von „Kurzmeldungen“ über und wird schließlich durch Grafiken abgerundet.

Doch es gibt auch immer wieder Abzweigungen von den Leidenswegen, die in eine andere Zukunft weisen. Diesen „Hoffnungsschimmern“ ist das letzte Kapitel gewidmet.

PolAk – Leidenswege der Ökonomie

teamglobo.net-150609-polakRezension: Leidenswege der Ökonomie
von Mag. Peter Danich
Politische Akademie

Sieben Jahre nach der Finanzkrise hat sich die Weltwirtschaft im großen und ganzen erholt und befindet sich wieder in einem moderaten Wachstum. Krisen wie hohen Schwankungen bei Wechselkursen und Rohstoffpreisen, teils enormen Staatsschulden und neuen geopolitischen Spannungen. Trotzdem lebt eine Vielzahl von Menschen – auch in Europa – in einer unwürdigen Subsistenzwirtschaft, flüchten immer mehr Menschen aus Afrika über Land und in Booten vor den untragbaren Lebensbedingungen, ist in großen Teilen der Welt Kinderarbeit selbstverständlich, sind genügend Nahrung und Wasser für viele nicht mehr als ein schöner Traum. Wie passt das zusammen? Wie ist es möglich, dass es kein Aufsehen erregt, wenn ein alter Mann, der gezwungen ist, auf der Straße zu leben, erfriert, während eine Baisse um zwei Punkte in der Börse Schlagzeilen macht? Warum sehen sich große Massen der (Welt)Bevölkerung ausgeschlossen und an den Rand gedrängt – ohne Arbeit, ohne Aussichten, ohne Ausweg?

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ÖFSE – Leidenswege der Ökonomie

teamglobo.net-150609-oefseRezension: Leidenswege der Ökonomie
Österreichische Forschungsstiftung
für Internationale Entwicklung

Global betrachtet müssen viele Millionen Menschen tagtäglich einen oder mehrere Leidenswege durchwandern, weil unsere Ökonomie oft kaum andere Wege bereithält. Die österreichischen Ökonomen Josef Nussbaumer, Andreas Exenberger und Stefan Neuner machen anhand von 14 Kreuzwegstationen auf die Leiden aufmerksam. Jede Station beginnt mit einem kurzen zusammenfassenden Text, geht dann in eine Sammlung von “Kurzmeldungen” über und wird durch Grafiken abgerundet. Herausgearbeitet werden Abzweigungen von den Leidenswegen, die in eine andere Zukunft weisen. Durchleuchtet werden unter anderem die Bereiche Hunger, Ressourcenverbrauch, Umweltzerstörung, Arbeitsbedingungen, Biodiversität, Einkommensverteilung und Nachhaltige Entwicklung

Brennstoff – Leidenswege der Ökonomie

teamglobo.net-150514-BrennstoffRezension: Leidenswege der Ökonomie
von Bernhard Ungericht
Brennstoff, Mai 2015, Seite 23

EINES vorweg, liebe Leute: kauft das Buch, wundert euch, diskutiert mit Freunden bei einer guten Flasche Wein darüber (auch ein guter Weg, Veränderungen zu beginnen … ) und die ersten Bewusstseins-Schritte lebensfreundlicher Transition gehen fast von selbst.

Die Ökonomen der Universität Innsbruck, Josef Nussbaumer und Andreas Exenberger und der Wirtschaftswissenschaftler Stefan Neuner, schenken uns nach dem wunderbaren Büchlein »Unser kleines Dorf« ein neues zu Herzen gehendes Werk.
»Leidenswege der Ökonomie« ist eine Fundgrube. Ausgehend von Papst Franziskus’ viel zitierter Aussage, dass »DIESE Wirtschaft tötet«, sammeln sie eine ungeheure Vielzahl an Kurzmeldungen, die DIESE Wirtschaft erkennbar machen.
Vierzehn Stationen der »Leidenswege« beschreiben Bereiche, die global betrachtet viele Millionen Menschen tagtäglich durchwandern müssen. Hunger, Konsum, Arten, Ressourcen, Mobilität, Wasser, Wald, Boden, Arbeit, Müll, Verteilung, Klima sind einige der Leidensbereiche, die in kurzen, alphabetisch nach Stichworten geordneten Nachrichtennotizen beschrieben werden. Anschauliche Graphiken schärfen zudem den Blick. Da die einzelnen Informationen oft nur in zwei Zeilen verdichtet sind, ist es egal, auf welcher Seite man das Buch aufschlägt und zu lesen beginnt – jedes Stichwort schenkt ein Stück Klarheit, und auch wenn es meist eine bedrückende Wahrheit ist, öffnet sie die Augen. Die letzte Station und das letzte Kapitel heißt »Hoffnung«. Hier werden Auswege aus dem Wahnsinn einer systematisch destruktiven Ökonomie skizziert.

Bund Naturschutz – Leidenswege der Ökonomie

teamglobo.net-150530-UmweltschutzBuchbesprechung: Leidenswege der Ökonomie
Bund Naturschutz Bayern, Newsletter Mai 2015

Das Buch beginnt mit einem Zitat aus dem Apostolischen Schreiben EVANGELII GAUDIUM des Papstes Franziskus und greift die Symbolik des Kreuzweges auf um sie für einen Überblick über den Stand unserer wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu nutzen.

„Bei keinem anderen Thema dieses Buches liegt die Leidens- und Kreuzwegmetapher so nahe wie beim Hunger. Viele der Betroffenen sind von Geburt an zum Hunger verurteilt, ihr Leben lang beschreiten sie die vielen Stationen eines täglichen Leidensweges und jeden Tag verhungern sie ein Stückchen, um schließlich einen vorzeitigen Tod zu sterben. Hunger vollzieht sich freilich langsam und in aller Stille und gehört dabei sicher­lich zu den grausamsten Formen des Elends unserer Welt. Zudem gehört das Menschenrecht auf Nahrung zu den am häufigsten verletzten Menschenrechten, täglich und millionenfach.“, so beginnt die erste Station.

Alle Kapitel starten mit einem Kreuzwegbild und einem kurzen zusammenfassenden Text, gehen dann in eine Sammlung von Kurzmeldungen über und werden durch Grafiken abgerundet. Immer wieder gibt es Abzweigungen von den Leidenswegen, die in eine andere Zukunft weisen. Diesen Hoffnungsschimmern ist das letzte Kapitel gewidmet. Das Buch von Josef Nussbaumer, Professor für Wirtschaftsgeschichte, ist im März erschienen. Die Beschreibung dessen, woran unser Wirtschaftssystem krankt ist auf für Laien gut verständlich und nachvollziehbar.

Wer TTIP und CETA ablehnt, findet hier Lesestoff und Argumente.