Südwind Magazin – Globo

Das neue Buch von Andreas Exenberger, Stefan Neuner und Josef Nussbaumer wagt ein interessantes Gedankenexperiment: Was wäre, wenn die gesamte Weltbevölkerung ein Dorf mit einhundert Menschen wäre?

In kleinen Geschichten, Beispielen und Erläuterungen bringt das Buch „Globo“ den Lesenden hundert Charaktere näher, von denen jede und jeder für eine Einheit von 73,5 Millionen Menschen steht.Penibel genau berechnet geben die drei Autoren Andreas Exenberger, Stefan Neuner und Josef Nussbaumer wieder, wie viele dieser angenommenen Menschen welche Sprache sprechen, wie viele Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, wer einen höheren Bildungsabschluss hat, wer ein akzeptables Maß an Ressourcen verbraucht und wer den sprichwörtlichen Gürtel enger schnallen sollte.

Hinter fast jeder Aussage im Buch steckt eine Analyse von Daten aus Umfragen, Studien und Volkszählungen. Jedes Kapitel behandelt eines der SDGs, der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, und zeigt oftmals durch ernüchternde Fakten auf, wie weit entfernt wir noch davon sind, diese Ziele zu erreichen. Globale Probleme wie Armut, Mangel und Ausbeutung, die abstrakt erscheinen mögen, nehmen durch die Globo-BewohnerInnen Gestalt an. Das macht es schwieriger, wegzusehen.

Etwas Mut gibt jedoch der Vergleich mit einer nicht allzu weit entfernten Vergangenheit, dem Zeitpunkt des Beschlusses der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (MDGs) im Jahr 2000. Er zeigt, wie sich die Welt in einigen Belangen kontinuierlich zum Besseren verändert hat, etwa was den Zugang zu Bildung, zu sauberem Trinkwasser oder zum Internet angeht. Doch mit steigendem Wohlstand, Industrialisierung und Globalisierung wird eine Krise immer schlimmer. Sie richtet weltweit Schäden an und muss auf globaler Ebene gelöst werden: die Klimakrise.

Dank farbigen Grafiken und Bildern der vereinfacht dargestellten Welt, die etwas an das Computerspiel Minecraft erinnern, sowie seiner lockeren, aber pointierten Erzählweise ist „Globo“ ebenso lehrreich wie kurzweilig zu lesen. Das Buch ist eine Empfehlung für alle, die mehr über die Nachhaltigkeitsziele und den derzeitigen Zustand unserer Zivilisation erfahren möchten und auch für alle, die sich für interessante Zahlenspiele begeistern können.

Die Redaktion empfiehlt: Globo: Eine neue Welt mit 100 Menschen
Von Merlin Mittermeier
Südwind Magazin, März/April 2021

ISOCELLER – Globo Leseprobe

Globo ist ein kleines Dorf mit 100 Menschen. Diese Menschen leben etwas verstreut in fünf Weilern: 5 Menschen leben in „Nordamerika“, 8 in „Lateinamerika“, 10 in „Europa“, 16 in „Afrika“ und 61 in „Asien“. Sie wohnen in dieser kleinen Gemeinschaft zwar recht nah beieinander und sie haben auch sehr viel miteinander zu tun, es gibt aber auch einiges, das sie trennt, und sie treffen sich nur selten in großer Runde. Dass sie sich so selten treffen, mag auch daran liegen, dass sich zwischen diesen Weilern viel Wasser befindet und man daher ein Boot braucht, wenn man von einem Ort zum anderen kommen möchte. Das kostet etwas Mühe, auch wenn eine Überfahrt nirgends in Globo länger als ein paar Minuten dauert und die meisten Distanzen letztlich schwimmbar wären. Die beiden Weiler Nordamerika und Lateinamerika sind aber von den anderen sogar ganz durch das Wasser getrennt und auch der Weiler Afrika ist mit Europa und Asien nur durch ein schmales Landstück verbunden. Wasser dominiert also das Bild des Dorfes aus der Vogelperspektive. Die Menschen sehen in diesem kleinen Meer und seinen Inseln daher sogar so etwas wie einen eigenen Weiler und nennen ihn „Ozeanien“. „ISOCELLER – Globo Leseprobe“ weiterlesen

ISOCELLER – Die Vergangen 50 Jahre waren nicht normal

Josef Nussbaumer war Universitätsprofessor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Innsbruck. Sein Lieblingsfach: globale Ungerechtigkeit, die er auch in seinem Verein teamGlobo sowie in seinen Büchern aufzeigt. Im Gespräch mit dem ISOCELLER erzählt er, was an der Coronakrise positiv ist und wie ein Australier in Afrika gezeigt hat, dass jeder Einzelne die Welt ein bisschen verändern kann.

Zuerst die Klimakrise, nun die Coronakrise samt Wirtschaftskrise. Sie sind Experte für Wirtschaftsgeschichte seit 1850. Im Rückblick auf die Vergangenheit: Blicken Sie positiv in die Zukunft?

JOSEF NUSSBAUMER: Wenn ich da eine gute Antwort hätte, würde ich sehr viel Geld verdienen. (lacht) Es ist sicher so, dass die ökonomische Situation in den nächsten Monaten schwerer wird, das ist keine Frage, weil die Folgen von Corona noch nicht prognostizierbar sind. Es hängt auch davon ab, wie lange diese Krise uns noch tangiert. Wenn wir längere Zeit keinen Impfstoff haben, wird es sicher ein Riesenproblem. Aber es gibt einen positiven Aspekt: Das Virus selbst ist eigentlich relativ harmlos im Vergleich zu Ebola zum Beispiel, wo die Letalität wesentlich höher ist. Was aus der Geschichte heraus dennoch vergleichbar ist, ist die Spanische Grippe am Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Sozialpolitik hat in dieser Zeit völlig versagt, die ökonomischen Folgewirkungen davon waren insofern interessant, als dass in der Folge Parteien wie die NSDAP profitierten. Vielleicht steht uns bald, da in Österreich die FPÖ derzeit prozentuell am Boden ist, eine Renaissance dieser Partei bevor. Das grundsätzliche Problem der Coronakrise ist, dass sie uns in einer Zeit des hohen Konsumniveaus erwischt hat.Darauf waren wir nicht vorbereitet. Wir waren darauf programmiert, dass es so weitergeht wie bisher. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass die vergangenen fünfzig Jahre in Österreich die besten waren, die wir jemals in unseren Breitengraden hatten. Wir alle, die hier aufgewachsen sind, haben das als normal empfunden, es war aber eigentlich völlig abnormal. In der Zwischenkriegszeit war die Krise omnipräsent und ein Urlaub sehr ungewöhnlich. „ISOCELLER – Die Vergangen 50 Jahre waren nicht normal“ weiterlesen

ÖGZ – Globo

Die großen Probleme der Welt im Kleinen erkennen: Drei Sozialwissenschafter haben ein Gedankenexperiment durchgeführt, um globale Herausforderungen greifbarer und Lösungsmöglichkeiten erkennbarer zu machen. Andreas Exenberger von der Universität Innsbruck, der pensionierte Universitätsdozent Josef Nussbaumer und Volkswirt Stefan Neuner zeichnen die Welt als kleines Dorf, in dem auf fünf Weiler aufgeteilt hundert Menschen leben.

Die Struktur liefern die SDGs mit Entwicklungszielen wie Armutsbekämpfung, Bildungschancen, Gesundheit für alle und ein friedliches Miteinander. Durch 100 biografische Profile – von der 23-jährigen Cheng aus China über Udupi, 32, aus Indien bis zu Akron, 16, aus Nordamerika, die immer wieder in die Kapitel hineinspielen, werden Zusammenhänge verständlich. Man erkennt, was uns verbindet – und auch, was uns trennt. So wird immer wieder deutlich, wie hoch unser mitteleuropäischer Lebensstandard ist. Eine Einladung zum Weiterdenken und damit anzufangen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Erste Gelegenheit dazu ist, das Buch zu kaufen: Der Reinerlös kommt karitativen Zwecken zugute.

Magazin des Österreichischen Städtebundes
ÖGZ 2/2021 Seite 82

Kirchenzeitung – Globo

Alle Menschen auf der Welt sollen sauberes Wasser und genug zu essen, alle sollen gute Bildungschancen haben, die Wirtschaft soll wachsen und die Benachteiligung der Frauen soll ein Ende haben. Das sind ein paar der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele, die die Vereinten Nationen 2015 in Weiterführung des Milleniumsprozesses definiert haben.  Abstrakte Ziele, die in einigen Weltgegenden erfüllt sind, in vielen aber noch lange nicht. Um die Weltlage besser verständlich zu machen, haben drei Ökonomen den Versuch gemacht, auf Basis der aktuellen Entwicklungszahlen  die Situation der Welt auf ein Dorf  herunterzubrechen. Das ist Globo, ein kleines Dorf mit 100 Menschen, die in fünf Weilern leben. Die Weiler stehen für die Kontinente der Erde. 5 Personen leben in Nordamerika, 8 in Lateinamerika, 10 in Europa, 16 in Afrika und 61 in Asien. Jeder einzelne repräsentiert 73,5 Millionen Menschen aus der realen Welt. Die hundert Menschen wohnen in kleinen Gemeinschaften nah beieinander, können sich in der großen Runde aber kaum treffen. Sie haben viel miteinander zu tun und es gibt einiges, das sie trennt. Die komplexe Wirklichkeit des Verbindenden und Trennenden ist in allgemein verständlicher Sprache beschrieben. Jedes Thema ist zudem graphisch aufbereitet und jede/r der hundert Bewohner/innen hat einen Namen und eine eigene Biographie. Die Lektüre löst ein deutliches Gefühl für die Weltlage aus und motiviert zum Handeln. Und das ist auch im Kleinen sinnvoll.

Buchtipp: Globo – Eine neue Welt mit 100 Menschen
MFH
Kirchenzeitung der Diözese Linz, Ausgabe: 04/2021

dt. Akademie für Kinder- und Jugendliteratur – Umweltbuch des Monats

In dem Band werden 17 nachhaltige Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen anschaulich und individuell dargestellt. Dafür sammeln die Forschenden Informationen, erklären globale Probleme in verständlichen Texten und anschaulichen Grafiken. Aber noch wichtiger: Sie stellen auch Lösungen dar. Spannend, klar und deutlich!

Umwelt-Buchtipp des Monats Jänner 2021
Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur

ÖKOLOG – Globo

Die Jury der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur empfiehlt den Band, in dem 17 nachhaltige Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen anschaulich und individuell dargestellt werden. Dafür sammeln die Forschenden Informationen, erklären globale Probleme in verständlichen Texten und anschaulichen Grafiken. Aber noch wichtiger: Sie stellen auch Lösungen dar. Spannend, klar und deutlich!

Im Buch wird die Welt auf ein 100 Menschen Dorf verkleinertet dargestellt, um große Dimensionen leichter VERSTEHBAR zu machen. Zudem wird die Welt unter dem Aspekt der 17 SDGs betrachtet. Auch die 100 EinwohnerInnen werden INDIVIDUELL dar- und vorgestellt.

Buchtipp: Globo
Ökolog – Österreichs größtes Netzwerk für Schule und Umwelt

BVÖ – Die Welt als Dorf

Was wäre, wenn auf der ganzen Welt nur 100 Menschen leben würden? Die Autoren versuchen in GLOBO – Eine neue Welt mit 100 Menschen komplexe Zusammenhänge fassbar zu machen und folgen dabei den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen. Globale Probleme wir Armut, Ungleichverteilung oder Gesundheitsversorgung werden auf 100 Menschen umgerechnet, sie passen jetzt in ein kleines Dorf namens GLOBO – statistisch große Zahlen werden dadurch anschaulich und Lösungsoptionen greifbarer. Jedes Kapitel ist einem Entwicklungsziel gewidmet, die Ausführungen werden durch Grafiken illustriert. Der Anhang liefert statistisches Datenmaterial sowie Buchempfehlungen und Links zur näheren Auseinandersetzung. Das Buch eignet sich für MultiplikatorInnen, um ein Gefühl für globale Zusammenhänge zu vermitteln.

Buchempfehlung: Globo – Die Welt als Dorf
Bücherperspektiven, Fachzeitschrift des Büchereiverbandes Österreich, Seite 23

TT – Komplizierte Welt einfach erklärt: Globos zweiter Streich

Wie geht es der Erde und ihren Bewohnern? – Drei Tiroler Autoren zeigen das anhand ihres fiktiven Dorfes.

Innsbruck – Von allen Dörfern ist Globo vielleicht das bizarrste – und zugleich das genaueste Abbild unserer Welt. Der reichste Bewohner heißt Austin; er verfügt pro Tag über 311 Oro – die fiktive Währung des Dorfes. Ihm gegenüber stehen Awassa, Patna, Kano, Sibi, Pemba, Goma, Ballia, Mopti, Kulna und Dese: Sie müssen mit nur einem einzigen Oro pro Tag auskommen.

Dass sie alle nun durch das erdachte und trotzdem ganz reale Dorf Globo spazieren, haben sie den Tiroler Autoren Josef Nussbaumer, Andreas Exenberger und Stefan Neuner zu verdanken. Vor mehr als einem Jahrzehnt war das Trio erstmals angetreten, die komplizierte Welt begreifbar zu machen. Aus Unmengen von Daten – von Bevölkerungsstatistiken bis zu Handelsströmen – schufen sie ein Dorf mit genau hundert Einwohnern. Fünf von ihnen lebten im Weiler Nordamerika und 61 im Weiler Asien. Diese Methode machte die globalen Verhältnisse und vor allem die Ungleichgewichte auf einen Blick darstellbar. Mit „Globo. Eine neue Welt mit 100 Menschen“ ist nun das Nachfolgebuch erschienen. Die Autoren haben aber nicht allein die Daten aktualisiert, sondern verfolgen auch neue Konzepte. Alle Bewohner von Globo haben Namen und Eigenschaften erhalten, und sie interagieren miteinander. Das Zahlenwerk beginnt zu menscheln, und es werden auch die sozialen Unterschiede innerhalb der Weiler deutlich. „TT – Komplizierte Welt einfach erklärt: Globos zweiter Streich“ weiterlesen

Klimabündnis – Wenn die Welt ein Dorf wäre

Illustration: annawacholder

Das Tiroler Klimaforum 2020 ist am 20. November erfolgreich über die Online-Bühne gegangen. Ein Nachmittag mit Vorzeige-Netzwerken, inspirierenden Persönlichkeiten und einem Blick über den Tellerrand. Hier können alle Elemente nachgeschaut werden.

Online-Vortrag: Andreas Exenberger
Wann: Freitag, 20. November 2020 , 14:00-17:00 Uhr
Wo: Online, Zoom

Eine Veranstaltung von:
Klimabündnis Tirol

 

Ö1 – Die ganze Welt als 100-Seelen-Dorf

Stellen Sie sich vor, die ganze Welt besteht aus einem einzigen Dorf mit fünf Weilern: Im Weiler “Nordamerika” leben 5, in “Lateinamerika” 8, in “Europa 10”, in “Afrika 16” und im Weiler “Asien” 61 Menschen.

Die Fläche des Dorfes, das Globo genannt und in dem mit der Währung Oro gehandelt und bezahlt wird, beträgt 694 Hektar, wobei der größte Teil mit Wasser bedeckt ist und weitere 24 Hektar unter Gletschern verschwinden. So bleiben gerade einmal 178 Hektar Landfläche, davon rund 55 Hektar Wald, 45 Hektar Weideland und ungenutztes Grasland und 22 Hektar Ackerland, wovon 3 Hektar brachliegen. Der Großteil der Nahrungsmittel kommt in Globo also direkt oder indirekt von gerade einmal 19 Hektar bewirtschaftetem Ackerland.

Wie die Menschen in dem Dorf Globo zusammenleben, wie sie interagieren und kommunizieren, wie die ökonomischen und sonstigen Abhängigkeiten zwischen den Weilern beschaffen sind, welche Schwierigkeiten es in dem kleinen Dorf gibt und welche Strategien sich die Bewohner*innen ausdenken, um diese Schwierigkeiten zu überwinden – davon handelt ein Buch, das der Wirtschafts- und Sozialhistoriker Andreas Exenberger gemeinsam mit dem Volkswirt Stefan Neuner und dem Sozialhistoriker Josef Nussbaumer geschrieben hat. „Ö1 – Die ganze Welt als 100-Seelen-Dorf“ weiterlesen

DIBK – Globo

Was wäre, wenn die Welt ein Dorf mit 100 Menschen wäre? Dann würde man vieles sicher anders sehen und die gewaltigen Zahlen der realen Welt würden uns nicht mehr so überwältigen. Um das möglich zu machen, haben wir zahlreiche Informationen über unseren Planeten umgerechnet, sodass sie jetzt in ein kleines Dorf namens “Globo” passen. Dort lebten im Jahr 2015 insgesamt nur 100 Menschen, als sich auch das Dorf aufmachte, siebzehn “nachhaltige” Entwicklungsziele zu verfolgen. Warum sie das tun, wie sie es machen und wer diese Menschen eigentlich sind, dem geht dieses neue Buch nach.

Buchempfehlung anlässlich des Ablebens von Pfarrer Karlheinz Baumgartner
dibk-NEWS 233

GEW – GLOBO

Für das Buch „Globo – Eine neue Welt mit 100 Menschen“ haben die Autoren Andreas Exenberger, Stefan Neuner und Josef Nussbaumer erneut das Weltdorf Globo besucht und die Bewohner auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit begleitet.

Was wäre, wenn die Welt ein Dorf mit 100 Menschen wäre? Dann würde man vieles sicher anders sehen und die gewaltigen Zahlen der realen Welt würden uns nicht mehr so überwältigen. Um das möglich zu machen, haben die drei Autoren zahlreiche Informationen über unseren Planeten umgerechnet, so dass sie jetzt in ein kleines Dorf namens Globo passen. Dort lebten im Jahr 2015 insgesamt nur 100 Menschen, als sich das Dorf aufmachte, 17 nachhaltige Entwicklungsziele zu verfolgen.

Warum sie das tun, wie sie es machen, und wer diese Menschen eigentlich sind, dem geht das Buch „Globo – Eine neue Welt mit 100 Menschen“ nach. Globale Probleme von Armut über Hunger und Waldsterben bis Gesundheitsversorgung und Mitbestimmung werden darin greifbarer und mögliche Lösungen klarer. „GEW – GLOBO“ weiterlesen

goodreads – GLOBO

Um den Studierenden die großen Probleme besser zu veranschaulichen habe ich schon zu Beginn der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts die Welt auf 100 Einwohner heruntergebrochen. Als ich vom Buch GLOBO hörte war es eine Pflichtliteratur für mich und ich muss gestehen, die drei Autoren haben diese Betrachtungsweise noch diffiziler und genauer. Auch zeigen sie die Veränderungen der letzten Jahre auf.

Auf das Niveau des Dorfes heruntergebrochen werden auch die aktuellen großen Probleme wie die Bevölkerungsexplosion und der Klimawandel thematisiert. Das Soziale ist den Studienautoren ein großes Anliegen und sie legen einen Schwerpunkt hinein. So machen sie dem Leser bewusst, dass die Gesundheitsausgaben in Nordamerika primär privat finanziert wird. In Westeuropa und Ostasien aber öffentlich finanziert wird. Von der Summe der Ausgaben sind riesige Unterschiede. Nur Nordamerika, Europa und Ostasien haben ein annehmbares Niveau. Welche Sprachen werden wo gesprochen, wie ist das Bildungswesen in den verschiedenen Erdteilen, wann heiraten Menschen und wie ist die Wasser- und Energieversorgung. „goodreads – GLOBO“ weiterlesen

Austria-Forum – GLOBO

Um den Studierenden die großen Probleme besser zu veranschaulichen habe ich schon zu Beginn der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts die Welt auf 100 Einwohner heruntergebrochen. Als ich vom Buch GLOBO hörte war es eine Pflichtliteratur für mich und ich muss gestehen, die drei Autoren haben diese Betrachtungsweise noch diffiziler und genauer. Auch zeigen sie die Veränderungen der letzten Jahre auf. „Austria-Forum – GLOBO“ weiterlesen

Kompetenz Online – Die Welt als Dorf

Eine beeindruckend haptische Darstellung sozio-ökonomischer Zusammenhänge ist Wirtschaftshistoriker Josef Nussbaumer mit dem Band „Globo“ gelungen.

LehrerInnen, die Geografie und Wirtschaftskunde unterrichten, werden dieses Buch lieben. Denn „Globo“ beschreibt die Welt mit all ihren sozio-ökonomischen Aspekten als Dorf mit einhundert Menschen. Das macht globale Probleme von Armut über Hunger und Waldsterben bis Gesundheitsversorgung und Mitbestimmung greifbarer und mögliche Lösungen klarer. Und das funktioniert nur deshalb, weil Wirtschaftshistoriker wie Josef Nussbaumer, der vor seiner Emeritierung an der Universität Innsbruck lehrte, samt Team dankenswerter einen Blick für das große Ganze haben.

In ihrem Buch kommen auf die so verdichtete Weltbevölkerung hochgerechnet 20 Rinder, 16 Schafe, je 13 Schweine und Ziegen, vier Hasen, drei Büffel sowie je ein Pferd, Esel und Kamel gegenüber. Der Hinweis auf die industrialisierte Landwirtschaft und deren Ernte, „die gar nichts mit Essen zu tun hat“ und nicht „in den Mägen der Menschen“ landet, ist hier inkludiert. „Gemacht wird auch in Globo das, was mehr Gewinn bringt.“ Wie in einem Lego-Spiel, in dem die Währung Oro heißt. „Kompetenz Online – Die Welt als Dorf“ weiterlesen

Fair unterwegs – Globo

Was wäre, wenn die Welt ein Dorf mit 100 Menschen wäre? Dann würde man vieles sicher anders sehen und die gewaltigen Zahlen der realen Welt würden uns nicht mehr so überwältigen. Um das möglich zu machen, hat das teamGlobo (Forschungsverein für nachhaltige Entwicklung) zahlreiche Informationen über unseren Planeten umgerechnet, sodass sie jetzt in ein kleines Dorf namens “Globo” passen. Dort lebten im Jahr 2015 insgesamt nur 100 Menschen, als sich auch das Dorf aufmachte, siebzehn “nachhaltige” Entwicklungsziele zu verfolgen. Warum sie das tun, wie sie es machen und wer diese Menschen eigentlich sind, dem geht dieses neue Buch nach.

Andreas Exenberger ist assoz. Prof. für Wirtschafts- und Sozialgeschichte am Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte an der Universität Innsbruck (SOWI- Fakultät). Stefan Neuner ist promovierter Volkswirt und Sozial- und Wirtschaftshistoriker und arbeitet bei Greenstorm. Josef Nussbaumer lehrte Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Innsbruck. Seit 1. Oktober 2017 ist er in Ruhestand. Alle drei sind Gründungsmitglieder von teamGlobo.

Buchtipp: Globo
Fairunterwegs.org

Radio Tirol – Über Gott und die Welt

Eine Veranstaltung von:
Radio Tirol – Über Gott und die Welt

Die Presse – Wenn die Welt ein Dorf wäre

Neuerscheinung. Drei Sozialwissenschaftler haben ein Gedankenexperiment durchgeführt: Sie haben eine Gemeinschaft entworfen, in der nur 100 Menschen leben, und wichtige Entwicklungsdaten darauf heruntergebrochen. So sollen die großen Probleme der Welt im Kleinen greifbar werden.

Pali ist 22 Jahre alt und kommt aus Indien. Als Frau wird sie dort nicht für voll genommen, aber ihr Leben ist auch sonst gefährlich, schon die tägliche Hygiene of ein Risiko. Sie lebt in slumartigen Verhältnissen und ernährt sich mangelhaft, meist nur von Obst und Gemüse. Und dann gibt es Aurich. Das größte Lebensrisiko des 72-jährigen in Europa geborenen Mannes sind altersbedingte Krankheiten und Pflegebedürftigkeit. Er hat studiert, lebt in einer gut ausgestatteten städtischen Wohnung und isst eher üppig.

Beide sind Teil einer Gemeinschaft, die Andreas Exenberger von der Uni Innsbruck, der pensionierte Universitätsprofessor Josef Nussbaumer und der promovierte Volkswirt Stefan Neuner in ihrem eben erschienen Buch „Globo. Eine neue Welt mit 100 Menschen“ erdacht haben. „Menschen können mit enormen Größenordnungen meist wenig anfangen. Wir haben diese daher auf verständliches Niveau heruntergebrochen“ erzählt Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Exenberger. So wird die Welt als kleines Dorf geschildert, wo die Menschen etwas verstreut in fünf Weilern wohnen: fünf in Nordamerika, acht in Lateinamerika, zehn in Europa, 16 in Afrika und 61 in Asien. Andere Regionen waren zu klein, um sie auf dieses Niveau herunterzubrechen. Freilich wäre manches, wichtige Erfindungen etwa, in einem so kleinen Dorf nicht möglich. Aber die wichtigsten Bedürfnisse und Entwicklungen werden in dieser überschaubaren Gemeinschaft leichter deutlich. „Die Presse – Wenn die Welt ein Dorf wäre“ weiterlesen

AK Zeitung – GLOBO

Was wäre, wenn die Welt ein Dorf mit 100 Menschen wäre? Diese Frage stellen Andreas Exenberger, Stefan Neuner und Josef Nussbaumer in ihrem aktuellen Buch „GLOBO – Eine neue Welt mit 100 Menschen!. Die Autoren besuchen das aus „Unser kleines Dorf“ bekannte Weltdorf Globo und konfrontieren die 100 Einwohnerinnen und Einwohner mit siebzehn nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen. Globale Probleme werden greifbarer und es wird gleichzeitig auch klarer, welche Lösungen möglich sind.

Aktuell: Eine neue Welt mit 100 Menschen
AK Zeitung Tirol, Oktober 2020, Nr. 133, S 2